Brustvergrösserung: Welche Komplikationen können auftreten?

Bei den allermeisten Brustvergrösserungen treten keinerlei Probleme auf. Jedoch ist jeder chirurgische Eingriff und somit auch eine Brustvergrösserung mit Risiken verbunden. Ausser bei der Narkose können bestimmte Komplikationen auch beim operativen Eingriff selbst, zum Beispiel ein Hämatom oder eine Infektion, oder in Bezug auf die Implantate auftreten.

Risiken bei der Narkose

Der Narkosearzt (Anästhesist) informiert die Patienten über die möglichen Risiken einer Narkose. Sie sind statistisch gesehen eher selten: Übelkeit und Erbrechen nach der Operation, Nervenkompression aufgrund der Position auf dem OP-Tisch oder auch Allergien. Dank der modernen Kliniken und der Erfahrung der Ärzte, mit denen Novacorpus zusammenarbeitet, verläuft die Narkose unter optimalen sicheren Bedingungen.

Risiken beim Eingriff

Die hauptsächlichen Risiken in Verbindung mit Brustimplantaten sind die folgenden:

  • Bildung von Falten oder Wellen: Diese treten vor allem bei dünnen Frauen auf. Dadurch kann ein erneuter Eingriff notwendig werden.
  • Kapselfibrose: Als natürliche Reaktion auf den Fremdkörper bildet der Körper um das Implantat eine Bindegewebshülle. Normalerweise bleibt dieses Gewebe dünn und unauffällig, es kann jedoch vorkommen, dass es dicker und fester wird und sich verschliesst.
  • Je nach Beschaffenheit der Kapsel kann sich die Brust verhärten und zusammenziehen, bis das Implantat sich nicht mehr bewegen kann. Es entzündet sich, ist schmerzhaft und deformiert, was nach aussen sichtbar ist. Diese Reaktion tritt jedoch aufgrund der fortschrittlichen Materialien der Implantate sehr selten auf. Falls es doch dazu kommt, kann ein erneuter Eingriff notwendig werden, um die Kapsel zu lösen oder komplett zu entfernen.
  • Implantatbruch: Das Implantat muss entfernt werden. Seriöse Hersteller wie Mentor biete eine Garantie bei frühzeitigem Bruch an (weniger als 10 Jahre).

Entstehung eines anaplastischen Lymphoms: geringes Risiko

Seit einigen Jahren belegen Studien das äusserst seltene Auftreten eines Brustimplantat-assoziierten anaplastischen grosszelligen Lymphoms (ALCL). Ein anaplastisches Lymphom ist eine selten auftretende Krebsart des Lymphsystems (wichtiger Teil des Immunsystems des Körpers). Dieses Risiko wird als sehr gering eingestuft, da es sich auf 0,35 und 1 Fall pro 1 Mio. Patientinnen bezieht. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um dieses Risiko besser zu verstehen. Die vorliegenden Daten sind jedoch beruhigend:

  • Die meisten Fälle wurden in den USA gemeldet (ungefähr 80 %), in der restlichen Welt einschliesslich Europa sind es lediglich 20 %.
  • Die meisten Fälle treten zwischen 11 und 15 Jahren nach dem Einsetzen der Implantate auf. Das Durchschnittsalter dieser Patientinnen ist 63 Jahre. Meistens reicht es aus, eine Kapsulektomie durchzuführen, also das Implantat und das Kapselgewebe um das Implantat zu entfernen.
  • Unter den im Jahr 2018 weltweit etwa 500 verzeichneten Fällen (was sehr gering ist) scheint es wenige Fälle zu geben, die auf glatte Implantate zurückzuführen sind.
  • Angesichts der Seltenheit dieser Krebsart empfehlen die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (eine der strengsten der Welt) und die Weltgesundheitsorganisation WHO die Entfernung der Implantate als Prophylaxe nicht, wenn es keine klinischen oder radiologischen Anzeichen gibt. Stattdessen sollten die Trägerinnen von Brustimplantaten regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen gehen..

Unser medizinisches Team steht bei weiteren Fragen gerne zur Verfügung.