Verspürt man beim Einsetzen eines Zahnimplantats Schmerzen?

Für unsere Patienten ist die Angst vor Schmerzen beim Einsetzen eines Zahnimplantats ein Grund zur Sorge. Oftmals ist es der ausschlaggebende Grund dafür, dass sich der Patient dieser Behandlung nicht unterzieht (zusätzlich zum Preis in der Schweiz). Natürlich findet niemand Gefallen an der Vorstellung, sich ein Implantat einsetzen zu lassen. Doch hat die moderne Zahnchirurgie solche Fortschritte gemacht, dass es heute ein Eingriff ist, der einfacher abläuft, als sich die Patienten vorstellen.

Die häufigste Reaktion unserer Patienten

Sehr häufig sagen unsere Patienten nach dem Eingriff das Gleiche: „Es war viel weniger schmerzhalft, als ich dachte.“ Oft hatten unsere Patienten früher ein traumatisches Erlebnis beim Zahnarzt – entweder eine Behandlung, die nicht gut durchgeführt wurde oder unerträgliche Schmerzen, da keine Narkose verabreicht wurde. Zum Glück ist die Zeit, als der Zahnarzt uns fragte „Wollen Sie eine Narkose?“, längst vorbei (Man möchte wirklich wissen, wer darauf mit „Nein, ich leide lieber“ antwortete). Heutzutage spürt man keine Schmerzen während des Eingriffes mehr.

Woher können Schmerzen kommen?

Das Zahnimplantat ist eine Titanschraube, die der Zahnarzt im Kieferknochen verankert. Sie fungiert als künstliche Wurzel für Ihre Prothese (entweder eine Zahnkrone oder -brücke). Im Kochen gibt es keine Nerven, jedoch in der Knochenhaut um den Knochen (das erklärt auch, warum es so wehtut, wenn man sich das Schienbein anstößt). Daher muss die Knochenhaut vor dem Eingriff betäubet werden.

Welche Narkose wird empfohlen?

Das Einsetzen der meisten Zahnimplantate erfolgt bei örtlicher Betäubung. Hierzu spritzt man das Betäubungsmittel Lidocain mit einer sehr feinen Spritze. Sie sind dann für mehrere Stunden schmerzfrei.

Einige Patienten haben eine solche Angst, dass sie eine Vollnarkose verlangen. Diese ist komplexer (und auch teurer), da man einen Anästhesisten benötigt, der sich während der Narkose um Sie kümmert.

Schmerzen während des Eingriffs und danach

Mit einer örtlichen Betäubung oder Vollnarkose spüren Sie während des Eingriffs keinerlei Schmerzen. Bei der örtlichen Betäubung können Sie jedoch manchmal noch fühlen, wenn man sie berührt, aber das fühlt sich nicht schlimm an. Ausserdem hören Sie das Geräusch des Bohrers, der das Implantat einschraubt (Ihre Ohren werden von der Narkose nicht beeinträchtigt). Dieses Geräusch ist nicht sehr angenehm, aber verursacht keine Schmerzen.

Nach dem Eingriff baut sich das Narkosemittel langsam ab und Sie können wieder Empfindungen wahrnehmen. Es ist daher oft notwendig, Schmerzmittel einzunehmen, die für die Aufwachphase im Allgemeinen sehr wirksam sind.

Im Falle eines Eingriffs, bei dem der Mukoperiostlappen aufgeklappt wird (Eingriff auf Zahnfleisch), kann es bei der Einheilung zu Schmerzen kommen. Daher verschreibt man Patienten entzündungshemmende Mittel und Schmerzmittel, damit diese Phase gut vertragen wird.

Ein wichtiger Punkt: Unseren Zahnärzten liegen ihre Patienten am Herzen. Sie verstehen, was Sie durchleben. Die Tatsache, dass sie auf Ihre Ängste eingehen, wird Ihnen helfen, diesen Eingriff besser zu verkraften. Die Technologie ist eine Sache, aber der menschliche Aspekt einer Behandlung hilft Patienten, sich zu entspannen, was automatisch zu weniger Schmerzen führt.

Wie lange kann man nicht arbeiten?

Sie werden höchstens ein paar Tage beeinträchtigt sein. Die meisten Patienten sind nach 2-3 Tagen in der Lage, wieder zu arbeiten. Manchmal erzeugt eine leichte Entzündung eine Schwellung, aber im Vergleich zu gezogenen Weisheitszähnen ist sie minimal.

Werde ich ohne Zähne nach Hause gehen? Tut der provisorische Zahnersatz weh?

Nach dem Setzen eines Zahnimplantats muss der Knochen wachsen und das Implantat völlig umgeben, um die Stabilität und die Haltbarkeit des Implantats zu garantieren (Ein Implantat soll lange halten. Es hat im Durchschnitt nach 5 Jahren bis zu 97 % seiner Haltbarkeit. Ziel ist es, das Implantat lebenslang zu behalten). In den meisten Fällen ist es nicht möglich, den endgültigen Zahnersatz sofort zu setzen. Sie gehen daher mit einer provisorischen Prothese nach Hause (vor allem, wenn die Zähne äußerst sichtbar sind, z. B. bei den Vorderzähnen). Wenn es sich um hintere Zähne handelt, lässt man das Zahnfleisch ohne Zahnersatz ruhen (aber auch da ist es nach Bedarf möglich, ein Provisorium aufzusetzen).

Das Zahnfleisch kann sich nach dem Setzen des Implantats entzünden und neigt dann dazu, ein bisschen anzuschwellen. Das Provisorium wird auf das geschwollene Zahnfleisch gesetzt. Nach einigen Tagen und der Einnahme von entzündungshemmenden Mitteln wird das Zahnfleisch abschwellen. Die provisorische Prothese kann dann etwas locker sitzen und sich bewegen. Ihr Zahnarzt wird jedoch Vorkehrungen getroffen und die Prothese dementsprechend angefertigt haben. In den ersten Tag muss die provisorische Prothese möglicherweise angepasst werden, aber das ist sehr oft schnell getan.

Besonderer Fall: Sinuslift

Ein Zahnimplantat kann als künstliche Wurzel für Ihre Prothese ausreichen, wenn der Knochen, der sie umgibt, dick genug ist. Falls Sie Ihren Zahn jedoch vor einiger Zeit verloren haben oder schon etwas älter sind, kann es sein, dass der Knochen zu dünn ist und eine Knochentransplantation durchgeführt werden muss. Das ist insbesondere der Fall bei oberen Backenzähnen. Da die Kieferhöhle (Höhle, die als Resonanzraum für Ihre Stimme dient) sich genau darüber befindet, ist der Knochen (sogar bei jungen Menschen) zwischen Mund und Sinus oft nicht dick genug. Ist dies der Fall, muss im Allgemeinen oft ein sogenannter Sinuslift durchgeführt werden. Dazu wird ein Teil der Kieferhöhle mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt, bevor der Zahnarzt das Implantat einige Monate später setzen kann (selten zur gleichen Zeit). Dieser Knochenaufbau im Oberkiefer oder Sinuslift (aus dem Englischen) kann schmerzhaft sein und erfordert die Einnahme von Schmerzmitteln. Trotz allem ist diese Behandlung erträglich.

Lohnt es sich?

Natürlich. Durch eine Implantation kann nämlich eine Zahnbrücke (bei der oft gesunde Zähne abgefeilt werden müssen, um die Brücke zu befestigen) vermieden werden. Es war früher die bewährte Methode. Ein Implantat ist auch extrem langlebig und weniger schmerzhaft als erwartet.

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