Was ist eine Knochentransplantation in der Zahnmedizin?

Bei einer Knochentransplantation wird dem Kieferknochen eine ausreichende Form, Breite oder Höhe gegeben, damit ein Zahnimplantat gesetzt werden kann. Aufgrund eines fehlenden Zahnes kann sich der Kieferknochen nämlich zurückbilden.

Vorgehen

Der Zahnchirurg platziert das Knochenmaterial dort, wo nicht genügend Knochenvolumen zur Verfügung steht. Nach und nach bildet sich natürlicher Knochen, der das Knochenmaterial ersetzt. Gewöhnlich muss man 6 Monate warten, bevor das Zahnimplantat gesetzt werden kann.

3 Arten der Knochenmaterialien

Synthetisches Material (alloplastisches Knochenersatzmaterial oder Bio-oss) 

Dieses Material wird am häufigsten verwendet. Es wird synthetisch hergestellt, enthält Kalzium (Hydroxyapatit) und besitzt knochenbildende Eigenschaften. Es wird allmählich vom natürlichen Knochen ersetzt. Das Infektionsrisiko ist minimal.

Autogenes Material

Das Knochenmaterial kommt vom Patienten selbst. Für kleinere Mengen wird es normalerweise am Kinn oder in der Nähe der unteren Weisheitszähne entnommen. Für grössere Mengen wird es am Schienbein oder an der Hüfte entnommen. Dies kommt aber nicht sehr oft vor.

Allogenes Material

Das Knochenmaterial ist von einem anderen Menschen, dem Spender. Es gibt dafür spezielle Spenderbanken. Dieses Knochenmaterial wird sehr selten verwendet, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden. Unsere Zahnärzte verwenden dieses Material nicht.

Eine Knochentransplantation ist schmerzlose. Der Preis hängt davon ab, wie viel Material benötigt wird. Ein Kostenvoranschlag wird vor dem Eingriff erstellt.